Einige Analyte liegen in den Erythrozyten in erheblich höherer Konzentration vor als im Serum (zum Beispiel LDH 160fach; GOT 40fach, Kalium 25fach), so dass bereits eine geringe Hämolyse die Ergebnisse verfälschen kann. Eine Hämolyse ist ab 2‰ deutlich durch eine Rotfärbung des Serums zu erkennen.
Häufige Ursachen für eine in-vitro-Hämolyse sind:
- zu starkes Vakuum im Proberöhrchen (durch kräftiges Ziehen)
- zu englumige Nadel (große Fließgeschwindigkeit, starke Turbulenzen)
- kräftiges Schütteln des Blutes
- Einfrieren des Blutes (Winter)
- Lagerung des Vollblutes über mehrere Tage

